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Die Lehre Lehre, Inhalt: Die Überbringerin Einführung, Teil 1 Teil 2 Teil 3 Zusammenfassung, Kapitel 1 Kapitel 2 Kapitel 3 Kapitel 4 Kapitel 5 Kapitel 6 Kapitel 7 Kapitel 8 Kapitel 9 Kapitel 10 Ergänzung, Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Schlussfolgerung


K A P I T E L   9

DIE  DRITTE  REFLEXION


In der ERSTEN REFLEXION finden wir einen geistigen Anstoss, der uns anspornt die Suche nach dem LICHT, das Ziel der Wahrheit, zu beginnen. Die ZWEITE REFLEXION veranschaulichte den WEG DES DIENENS, ohne den dieses Verständnis nicht gewonnen werden kann. Demzufolge ist die DRITTE REFLEXION sicherlich mit dem WEG DER SCHÖNHEIT verbunden.

     Es wurde bereits erwähnt, dass dem Künstler eine Form der Kommunikation offen ist, von der er seine Inspiration bezieht und die mit Vernunft oder Glauben nichts zu tun hat. Zusätzliches und progressives Wissen wird die fortgeschritteneren Kommunikationsmethoden aufdecken, die zwischen der Erde und der GEDANKENWELT möglich sind, und es wird sich zeigen, dass diese nicht nur auf die Künstler beschränkt sind. Selbst jetzt schon sind sie offen für alle, die genügend fortgeschritten sind, sie zu gebrauchen.

     Dieses Wissen, dessen Grundlage auf Erden die ZWEITE REFLEXION ist, wird die Wichtigkeit der zwischen Erde und GEDANKENWELT bestehenden doppelten Kommunikationslinie offenbaren. Diese besteht auf Erden aus dem überlegten Denken, das von den BEWUSSTEN-SELBST auf Erden entwickelt wird, und dem intuitiven Denken, das von der GEDANKENWELT kommt und auf Erden von den BEWUSSTEN-SELBST empfangen wird. Durch diese Formen der Kommunikation wird die Quelle des WEGES DER SCHÖNHEIT gefunden werden.

     Mit diesen Mitteln wird die Wahrnehmung des LICHTS, die ihre erste Anregung im BEWUSSTEN-SELBST während der Periode der ERSTEN REFLEXION hatte, unendlich erweitert und klargestellt, im Vergleich zum heutigen Verständnis. So wird also die DRITTE REFLEXION eine Verbindung sein, welche die ERSTE und ZWEITE REFLEXION verknüpft; von der Grundlage, die durch das Leben des BEWUSSTEN-SELBST von Azrael gegeben wurde, bis zum definitiven Verständnis des LICHTS, das die BEWUSSTEN-SELBST während der ERSTEN REFLEXION aufnahmen.

     Überlegtes Denken, im Bereich des Verständnisses der GEDANKENWELT, benötigt einen meisterhaften Gebrauch von Wissen, das erreicht wird von EWIGEN-INSPIRATIONSSELBST, die diese Fähigkeit haben. Intuitives Denken, im Bereich des Herzens, erreicht ebenso meisterhaftes Können, und die EWIGEN-SCHUTZSELBST besitzen diese Fähigkeit. Beide sind als Methode der Kreation und der Gedankenübertragung ebenbürtig und werden von beiden, den EWIGEN-INSPIRATIONSSELBST und ­SCHUTZSELBST angewendet, als auch von deren SUPERBEWUSSTEN-SELBST. Dennoch repräsentieren sie in der GEDANKENWELT eine Trennung des Denkens, die mit dem MÄNNLICHEN PRINZIP und dem WEIBLICHEN PRINZIP verbunden ist, und die nicht aufgehoben wird, bis eine Vereinung in der DRITTEN PROGRESSION erreicht ist.

     Auf Erden haben wir dieselbe Trennung des Denkens, und gegenwärtig bestehen viele falsche Ansichten bezüglich der beiden Methoden, die noch nicht als zwei verschiedene, aber doch gleichwertige Denkweisen erkannt wurden. Das intuitive Denken ist nicht auf Logik aufgebaut. Es ist auch keine Art von minderwertigem logischen Denken, sondern eine völlig verschiedene Methode. Beide sind nebst einem Vorgang der Ausdrucksweise, Wege der Kommunikation mit der GEDANKENWELT. Das logische Denken findet seinen Ursprung im BEWUSSTEN-SELBST, wobei das intuitive Denken vom SUPERBEWUSSTEN-SELBST ausgeht. Beide Methoden können von Mann und Frau angewendet werden und sind nach der ersten ursprünglichen Wahrnehmung miteinander austauschbar. Auf Erden ist jedoch für die Männer das logische Denken des Bereichs des Verstandes die natürliche Ausdrucksweise, wogegen Frauen auf Erden zum Bereich des Herzens gehören, und demzufolge ist für sie das intuitive Denken natürlicher. Auf Grund dessen ist es vor allem notwendig, dass sich beide, Männer und Frauen, eher in der ihnen fremden Methode üben sollten, als diese zu kritisieren. Männer sollten sich in Intuition und Frauen in Logik üben, damit beide einen ausgeglichenen Sinn erreichen. Gegenwärtig sind die Frauen dazu geneigt, nicht genügend Geduld für die Langsamkeit und Detailiertheit zu zeigen, die für das logische Denken notwendig sind. In ähnlicher Weise ist der durchschnittliche Mann geneigt, das intuitive Denken, wenigstens soweit es das für Frauen natürliche Anfangsstadium betrifft, als hastige, unvorsichtige und bequeme Form des logischen Denkens anzusehen.

     Das folgende Beispiel mag helfen die Anwendung beider Methoden in ihren Anfangsstadien zu verstehen. Wenn ein Mann einer Frau irgendein Ereignis schildert, folgt sie seinen Argumenten nicht in derselben Weise, wie es ein Mann tun würde, indem sie den Erklärungen seiner geordneten, logischen Gedankenschritten zuhört. Ihre Intuition stürmt voraus und erdenkt sich bereits seine Schlussfolgerungen, bevor er halbwegs seine Erklärungen abgegeben hat. Diese verschiedenartige Denkmethode kann drei mögliche Resultate hervorrufen. Wenn sie eine weise Frau ist, wird sie ihre eigenen Schlüsse nicht voraussagen, bevor er mit seinen Erklärungen abgeschlossen hat, sondern wird ihre eigene Interpretation mit seiner Logik überprüfen. Wenn sie impulsiv und noch nicht ausgeglichen ist, mag sie seine Ausführungen unterbrechen und ihm ihre Interpretation erklären, was sehr ärgerlich ist, selbst wenn sie recht hat. Wenn sie töricht ist, wird sie beinahe sicherlich unterbrechen, oft sogar mit falschen Endergebnissen, da intuitives Denken, genauso leicht wie das logische Denken, zu Fehlschlüssen führen kann. Beide sind oft inkorrekt, die Intuition durch falsche Interpretation und die Logik durch falsche Ableitung; und beide sind oft irregeleitet durch die Neigung des BEWUSSTEN-SELBST zur Rationalisierung, das heisst zur Anpassung der Schlussfolgerungen an sein eigenes Urteilsvermögen und seine eigenen Wünsche.

     Ein Mann, der die ursprünglichen Schriften kannte und dessen Kritik mir beim Schreiben dieser Zusammenfassung hilfreich war, fragte mich, als er zum ersten Mal mit der Idee der Intuition als Denkform konfrontiert wurde: "Ist Intuition eine Form des Denkens? Ich bin da nicht so sicher, Ich habe eher das Gefühl, dass Intuition eine Haltung ist, um das Denken zu vermeiden, aber vielleicht denke ich so, weil ich ein Mann bin." Ich glaube, dass dies die normale männliche Reaktion auf diese Idee ist. Dennoch findet dieser Mann die vorliegende Zusammenfassung der ursprünglichen Schriften eine vernünftige Darstellung der LEHRE, die für ihn interessant und zufriedenstellend ist. Als das sechste Kapitel abgeschlossen war, erklärte ich ihm, dass zwei weitere Kapitel, deren Inhalt ich vorausahnte, die Zusammenfassung zu Ende führen könnten, und ich schrieb ihm: "Ich spüre, dass es so ist, obwohl es möglich ist, dass ich, wenn sie geschrieben sind, weiteres sich offenbarendes Material finden werde, und ich kann in dieser Sache nicht an meine Vernunft apellieren, da ich armer Narr nicht Bescheid weiss." Wie es sich herausstellte, empfand ich, dass vieles was als nächstes geschrieben wurde, ausserhalb des Zusammenhangs war. Ein geringer Teil davon ist in diesem Kapitel enthalten, obwohl zu jener Zeit das achte Kapitel noch nicht geschrieben war. Später realisierte ich die Notwendigkeit eines siebten Kapitels, um das meiste, das zu jener Zeit geschrieben wurde, hinzuzufügen.

     Abgesehen vom vorangegangenen Hinweis auf die Zusammenfassung, haben wir uns bis anhin nur mit dem intuitiven Denken in seinem Anfangszustand auseinandergesetzt. Aber dieses gleiche intuitive Denken, das vom Bereich des Verständnisses in der GEDANKENWELT stammt, kann zu einer hoch entwickelten Fähigkeit werden, die sich ziemlich unterscheidet vom Anfangsstadium, das für Frauen natürlich ist. Obwohl es nie kontinuierlich, sondern immer in Abständen geschieht, ist es eine wesentliche Art der Kommunikation zwischen der GEDANKENWELT und dem BEWUSSTEN-SELBST. Es ist ein unmittelbares Erkennen des Verstandes ohne jegliches Überlegen, das zu einer bedeutend stärker entwickelten Kraft werden kann, obwohl es dieselbe Form der Kommunikation braucht wie der anfängliche Gedanke, der für Frauen natürlich ist. Die Differenz zwischen den beiden kann mit dem Gegensatz zwischen elementarer Mathematik und höherer Mathematik verglichen werden, wobei diese fortgeschrittene Fähigkeit von Männern und Frauen entwickelt werden kann. Wenn der Ausdruck 'sich vorstellen' von seinem heutigen abwertenden Sinn, der Logik unterlegen zu sein, befreit ist und beschränkt wird auf die Definition meines Lexikons, das es mit 'das schöpferische Geschick des Geistes' übersetzt, können wir keine bessere Benennung für diese höhere Fähigkeit des intuitiven Denkens finden. So möchte ich zum mindesten diese Definition für die vorliegende LEHRE anwenden.

     Das kennzeichnendste Merkmal allen intuitiven Denkens ist die Geschwindigkeit, die der Kontrolle der Zeit zu entschlüpfen scheint. Dieses Fehlen einer Kontrolle verursacht den Verlust der Folgerichtigkeit und der Zugehörigkeit. Es kommt in einer Folge von ungeordneten Gedankenblitzen, die in einen logischen Ablauf umgesetzt werden können. Diese höhere Fähigkeit der Vorstellung ist bei den wenigsten Menschen über das anfängliche Stadium hinaus entwickelt, bis das ERSTE WICHTIGE KAPITEL erfüllt ist. Demzufolge ist ein mangelnder Gebrauch dieser Fähigkeit in ihrem fortgeschrittenen Zustand kein Hinweis auf eine minderwertige Persönlichkeit, sondern eher ein Zeichen, dass seine drei WICHTIGEN KAPITEL spät angesetzt sind. Das erste Stadium dieses höher entwickelten intuitiven Denkens, ist allen Menschen vom Beginn des BUCHES an zugänglich. Sie ist die Stimme des Gewissens, die bereits erwähnt wurde, und verbunden ist mit dem täglichen Bericht, den das BEWUSSTE-SELBST im Schlaf abgibt. Man kann natürlich darüber rationalisieren, aber nichtsdestotrotz ist diese Stimme der erste Gebrauch dieser Kraft der Vorstellung und ist ein Kontakt des BEWUSSTEN-SELBST mit der GEDANKENWELT.

     Logisches und intuitives Denken sollte im Einklang sein, wie alles das mit dem Bereich des Herzens und dem Bereich des Verstandes in Verbindung steht. Ein Wissenschaftler mag seine Kalkulationen noch so sehr aufbauen auf dem, was er als erwiesene Tatsachen betrachtet, jedoch ohne die Anwendung dieser Fähigkeit gelangt er nicht zu einer neuen Theorie oder Entdeckung. Obwohl der Hauptanteil seiner Arbeit, dank seinem gewissenhaften logischen Denken und der Methode des Versuchs und Irrtums, verwirklicht wird, kann er nicht vorankommen, ohne die intuitive Vorstellung seines Ziels. Dies mag gefolgt sein von einer Suche rückwärts entlang dem Pfad der Logik, die seine intuitiven Gedanken bestätigt oder verneint. Nichtsdestotrotz ist es die Vorstellungskraft, die seinen nächsten Schritt anregt. Wenn ein solcher Schritt, ein sich völliges Entfernen von einer bereits bestehenden Theorie bedeutet, wie es zum Beispiel Rutherford mit der Spaltung des Atoms tat, wird die intuitive Methode ersichtlich. Es ist wahr, dass die schöpferische Arbeit mit dem logischen Denken alleine erreicht werden kann, aber solche neuen Entdeckungen müssen auf bereits bestehendem Wissen aufgebaut werden. Um eine tiefere Einsicht in die Wahrheit zu erhalten, muss der Sinn des Wissenschaftlers weit in das Unbekannte voraustasten, und zudem sollte er vernünftigerweise hoffen, dass seine neuen Schlüsse durch Fakten bestätigt werden, aber um diese zu formulieren, muss er seine Vorstellungskraft verwenden, das bedeutet er kommt in Kontakt mit der Inspiration.

     Aber der menschliche Fortschritt beruht nicht nur auf den REFLEXIONEN von den drei EBENEN DER WAHRHEIT. Die WEGE DER SCHÖNHEIT und des DIENENS haben ihren Anteil an der menschlichen Vorwärtsbewegung, und wenn die Gezeiten dieser WEGE anschwellen, muss dieselbe Fähigkeit der Vorstellungskraft mit ins Spiel kommen. Um zu kreieren, muss ein Musiker oder Maler die Regeln der Harmonielehre oder der Perspektive kennen. Wenn er darin erfolgreich sein will, muss er sich beharrlich in der Technik seiner Kunst üben. Aber er ist sich bewusst, dass er während dem Kreieren einen Scharfsinn entwickelt, der von einer, dem BEWUSSTEN-SELBST übergeordneten Stufe kommt. Dann macht auch er seine Verbindung mit der Inspiration. Abermals, diejenigen, die zum WEG DES DIENENS gehören und wissen, dass harte Arbeit und Konzentration notwendig sind, um ihr Ziel zu erreichen, sind sich, wenn auch nur manchmal in wichtigen Momenten oder Krisenzeiten, einer Entscheidung bewusst, die durch unverzügliche Intuition eingegeben wurde und die nichts mit logischem Denken zu tun hat. Auch sie haben in diesem Moment den Kontakt zur Inspiration gemacht.

     Wir sprechen nun nicht über die anfängliche Denkweise, die sich bei Männern und Frauen unterscheidet, jedoch über die höheren Fähigkeiten des intuitiven Denkens, die beiden Geschlechtern zur Verfügung steht. Es ist notwendig die Tatsache zu betonen, dass diese kreative Fähigkeit der Vorstellung selten beigezogen wird, im Verhältnis zum logischen Denken. Nichtsdestotrotz ist es ebenso wahr, dass ohne das intuitive Denken, das logische Denken statisch bleibt.

     Die Reinheit dieses Kontaktes (für das BEWUSSTE-SELBST durch sein SUPERBEWUSSTES-SELBST ermöglicht) im Bereich des Verstandes der GEDANKENWELT, bestimmt die Qualität der schöpferischen Arbeit dieses BEWUSSTEN-SELBST. Für die Abwicklung der Arbeit eines echten Genies wird sich dieses BEWUSSTE-SELBST mit einem EWIGEN-INSPIRATIONSSELBST der EBENE, von welcher diese Arbeit reflektiert wird, in Verbindung setzen. Aber der Gebrauch dieser höheren Fähigkeit ist nicht auf die Arbeit eines Genies beschränkt. Sie kann bei jeder Arbeit mit der ein BEWUSSTES-SELBST beschäftigt ist, und die mit seinem ENTWURF übereinstimmt, Anwendung finden. Das mag selbst in so einfachen Dingen sein, wie das arrangieren von Blumen oder das Zubereiten einer Mahlzeit. Es ist die perfekte Harmonie zwischen dem BEWUSSTEN-SELBST und dem SUPERBEWUSSTEN-SELBST, das diesen Kontakt ermöglicht.

     Nebst diesem einzigartigen und äusserst wichtigen Gebrauch des intuitiven Denkens, bei welchem ein BEWUSSTES-SELBST Inspiration von der Quelle beziehen kann, gibt es eine andere, weniger beachtete Fähigkeit, die ebenso zum intuitiven Denken gehört und die sich in etwas Grossartiges entwickeln kann. Dies ist die Nutzung des intuitiven Denkens, um die KUNST DES ERINNERNS auszuüben und wird so genannt, weil diese KUNST das Resultat von Erfahrungen ist, die ein BEWUSSTES-SELBST in der GEDANKENWELT gewonnen hat, und die es während seinem Erdenleben wieder erleben und erinnern kann. Obwohl dieses BEWUSSTE-SELBST während seinem Erdenleben einen grossen Anteil seiner Existenz in der GEDANKENWELT verbringt, hat es normalerweise wenig oder gar keine bewusste Erinnerung daran, trotz dem daraus folgenden Effekt auf die Taten und Gedanken des jeweiligen Erdenlebens. Ein gewisses bewusstes Erinnerungsvermögen ist trotzdem möglich und sollte angeregt werden.

     Diese Erfahrungen können sich auf die GEDANKENWELT beziehen, auf Wissen von deren EBENEN und deren Art des Daseins. Ein weniger ernsthafter Gebrauch davon, kann in Verbindung gebracht werden mit den Geschehnissen auf der Erde, wie sie von der GEDANKENWELT aus gesehen werden. Aus dieser Sicht können es Geschehnisse sein, die aus der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft sind, obwohl die zeitlich richtige Verbindung dieser Ereignisse immer Probleme bei der Übertragung verursachen. Diese spezielle Art der KUNST DES ERINNERNS wird von den wahren Propheten und Wahrsagern angewendet.

     Es ist wichtig nicht zu vergessen, dass die KUNST DES ERINNERNS missbraucht werden kann. Wenn sie für jeglichen materiellen Gewinn, oder zum Vorteil des Benutzers gesucht wird, wird es ein Teil der KRAFT DES BÖSEN. Das Eindringen der Selbstsucht öffnet die Türe, da diese Konsequenz eine Bedingung für dessen Anwendung ist.      Diese Störung kann vermieden oder überwunden werden, aber die einzige Anwendung des Erinnerns, die frei von dieser Störung sein kann, ist seine Verwendung auf der Suche nach der Wahrheit über die Gedankenwelt.

     In einem bestimmen Stadium meines Trainings wurde die Erinnerung an Sanchuniathon, mein BESCHÜTZENDER-EWIGER-PARTNERGEIST, zu einem Anreiz, der den wirklichen Zweck überschattete. Da dieser Anreiz persönlich war, entstand eine Störung, und auf die Erinnerung an Sanchuniathon musste bewusst verzichtet werden, um dadurch von der Störung befreit zu werden.

     Wenn die Anwendung dieser KUNST DES ERINNERNS im THEMA des BUCHES eines BEWUSSTEN-SELBST enthalten ist, so geht in diesem Leben oder KAPITEL eine Einweihung voran. Jede Einweihung ist verschieden, und jede ist dem besonderen Erinnern oder Wissen angepasst, welches das BEWUSSTE-SELBST in diesem Leben erreichen muss. Es gibt jedoch das folgende gemeinsame Merkmal für alle Einweihungen. Das BEWUSSTE-SELBST muss in eine vorbestimmte Tiefe der AUSSENSEITE oder DUNKELHEIT gehen, um dort entweder der KRAFT DES BÖSEN, wenn sie verstanden worden ist, zu begegnen und sie zu bekämpfen, oder es muss diese KRAFT in der Form einer Persönlichkeit bekämpfen, falls sie als diabolisch wahrgenommen wird. Eine Einweihung dieser Art wird die Grenzen für die Erfahrungen in der GEDANKENWELT und deren Erinnerung setzen. Das folgende Gleichnis erklärt die Gründe für diese Vorsichtsmassnahme.

     Bis und mit dem ERSTEN WICHTIGEN KAPITEL kann die KRAFT DES BÖSEN ein BEWUSSTES-SELBST nicht über seine Stärke hinaus angreifen. Man kann sagen, dass sich die Situation im Bereich einer Oktave abspielt, und nichts unterhalb dieser Oktave es angreifen kann. Im fortgeschritteneren BUCH, und wenn das ERSTE WICHTIGE KAPITEL vorbei ist, werden ihm Gelegenheiten geboten, über die Noten oberhalb dieser Oktave zu lernen. Eine unmittelbare Versuchung kann mit einer korrespondierenden Tiefe unterhalb dieser Oktave angreifen. So ist kein Individuum erlaubt, diese KUNST DES ERINNERNS als ein Teil seines THEMAS zu verwenden, ohne durch eine Einweihung darauf vorbereitet worden zu sein. Diese Erfahrung spielt sich in der GEDANKENWELT ab. Wenn sie erfolgreich ist, garantiert sie den Einsatz dieser Fähigkeit innerhalb des Gesichtsfelds des BEWUSSTEN-SELBST.

     Wenn die Einweihung misslingt, wird das Erinnerungsvermögen in diesem Leben nicht gegeben. Wenn sie halb erfolgreich ist, wird das teilweise Versagen das erhältliche Wissen einschränken. Wenn ich zum Beispiel in meiner eigenen Einweihung bereits am Ende der 'BEINAHE DUNKELHEIT' zurück gekommen wäre, hätte ich nicht einmal das, in den ersten sechs Kapiteln dieser Zusammenfassung enthaltene Wissen erlangt. Auf diese Weise setzt eine Einweihung die Grenzen des Wissens, welches ein BEWUSSTES-SELBST in der GEDANKENWELT erreichen kann.

     Es gibt drei Arten, wie ein BEWUSSTES-SELBST dieses Wissen von der GEDANKENWELT zurückbringen kann. Das Wissen, ausfindig gemacht durch einen Traum, kann im Moment des Erwachens erinnert werden. Es ist nicht der Traum selbst, der die Erinnerung erzeugt, die Träume sind verursacht durch den Übergang vom GEGENWÄRTIGEN ASPEKT zurück in den VERGANGENEN ASPEKT während des Erwachens. Aber manchmal sind gewisse Dinge in einem Traum verbunden mit der vorangegangenen Kommunikation in der GEDANKENWELT, wenn es auch oft nur ein trivialer Punkt sein mag. Wenn ein BEWUSSTES-SELBST diesen spezifischen Punkt verstehen kann, findet es den Faden zurück zum vorangegangenen Gedanken.

     Erinnern kann auch in der Trance erreicht werden, wenn sie ausgelöst wird durch eine Ablösung des VERGANGENEN ASPEKTS. Meditation oder Musik sind gute Rahmenbedingungen für diesen absichtlichen Willensaufwand der Ablösung. Erinnern kann auch im Alltagsleben geschehen, wenn das Individuum die Kunst der Ablösung vom VERGANGENEN ASPEKT gelernt hat. In diesem Fall mag es jederzeit, wenn die dazu notwendigen Bedingungen pässlich sind, geschehen. (Ich weiss nicht warum, aber für mich scheint der Kontakt mit Wasser das Erinnern auszulösen.) Dann drängt das BEWUSSTE-SELBST den VERGANGENEN ASPEKT in einen Ruhezustand, so dass der GEGENWÄRTIGE ASPEKT, der die Erinnerung trägt, momentan überhand nehmen kann.

Die folgende Veranschaulichung der Verwendung dieser KUNST DES ERINNERNS, ist auch eine Erklärung der Methode, mit welcher dieses Buch verwirklicht wurde, da die ursprünglichen Schriften, von welchen die Zusammenfassung abstammt, alle durch Erinnerung aufgezeichnet wurden. Es gab keinen vorausbestimmten Plan. Nach einem ersten Schub von Ideen brauchte es einen grossen Anteil an logischem Denken für diese Zusammenfassung, wobei ein grosser Anteil an Material bereits erinnert war. Jedoch für den Hauptanteil dieses Kapitels und in vielen verbindenden Gliedern gab es neues Erinnern. Die ursprünglichen Schriften wurden während einer Periode von mehr als neunzehn Jahren verfasst, und jedes Schreiben war in sich selbst vollständig. Sie kamen während meinem persönlichen Training und meiner eigenen Entwicklung. Jede Schrift enthielt ein interessantes Stück Information. Es wurde bald klar, dass diese Stücke zusammenpassen, und mit der Zeit wurde es offensichtlich, dass sie ein grosses umfassendes Bild darstellen, mit Elementen aneinandergefügt, wie die Einzelteile eines Zusammensetzspiels. Selbst nachdem diese Tatsache offensichtlich wurde, kamen die Schriften nicht in einer besseren Reihenfolge. Sie wurden in mein tägliches Leben eingewoben in genau derselben, nicht kontinuierlichen, sondern immer unterbrochenen Art.

     Diese Zusammenfassung ist der Versuch diese Stücke zusammenzusetzen, um das Gesamtbild zu erhalten. Kurz nachdem ich damit anfing realisierte ich, dass die Art wie es niedergeschrieben wurde, dieselbe war, wie die Art in der ich die einzelnen Schriftstücke erhielt. Sie wurde nicht geschrieben, wie ich zuerst dachte, indem ich die ursprünglichen Schriften studierte, um nachher mit logischem Denken eine Zusammenfassung auszuarbeiten, sondern sie wurde durch intuitives Denken geschrieben. Es war eine Notwendigkeit sich dem Fluss der Ideen, während dem er sich einstellte, so schnell wie möglich zu ergeben, was vorerst tatsächlich zu einem beinahe unleserlichen Gekritzel führte. Selten ging es so weiter für mehr als zwei Abschnitte. Während den Unterbrüchen wurden diese noch einmal geschrieben, um sicher zu sein, dass sie zum mindesten leserlich sind, und eine Anstrengung besser passende Worte zu finden, wurde erst später gemacht, da es im ersten Augenblick besser war, Worte zu wiederholen, als den Fluss der Ideen zu unterbrechen. Dann brauchte es normalerweise einige Anpassungen. Das ging so weiter, bis daraus eine oder zwei, mehrmals durchgearbeitete Seiten resultierten, wobei am nächsten Tag, nach dem Lesen dieses groben Entwurfs, daran weitergearbeitet werden konnte. Gelegentlich gab es einige kleine Anfügungen oder Streichungen, aber die Revisionen führten praktisch nie zu einer Änderung der Ideen, höchstens zu einer Abänderung der Ausdrucksweise, und letztlich kam es zu einer klaren Formulierung. Danach wurde ein neues Stück Arbeit in Angriff genommen und am folgenden Tag nochmals überholt. Bevor ein Kapitel abgeschlossen wurde, gab es immer viele Verschiebungen und Umstellungen der Abschnitte. Manchmal eignete sich ein späterer Paragraph offensichtlich besser als Anfang, oder eine Idee ist von einer anderen unterbrochen, was notwendig, aber nicht am richtigen Ort ist, da die erste Idee in dieser Anordnung nicht abgeschlossen werden konnte. Die durch folgerichtiges Denken repräsentierte Zeit, ist beinahe nicht existent. Aber ich bin mir einer Sache sehr sicher: Das erste Niederschreiben des ursprünglichen Ideenflusses ist die harte Arbeit oder der schwierige Teil. Es ist eine Belastung, ein Aufwand, den man scheut, wenn man nicht erholt ist, da es schwere Konzentration fordert. Das Nachspiel dieser vorangegangenen Arbeit ist die Wortwahl, um die Feinheiten der Bedeutung zu finden oder die Abänderung anzubringen, um es so einfach wie möglich zu gestalten, sowie die Umstrukturierung der Sätze und Abschnitte in eine bessere Reihenfolge und die Wahl der Kapiteleinteilung. Das alles ist natürlich ein Prozess des logischen Denkens, eine bedächtige und angenehme Arbeit, im Vergleich zum Aufwand jener ersten konzentrierten Niederschrift. Die Belastung besteht im Prozess des intuitiven Denkens, bei welchem die ursprünglichen Gedanken durchgegeben werden.

     Das Beharren auf der Wichtigkeit des intuitiven Denkens dient nicht dazu, das logische Denken schlecht zu machen. Es gibt allerdings keine Rechtfertigung das zu tun, da auf Erden seine Verwendung und Wichtigkeit offensichtlich sind. Es ist, und muss für das BEWUSSTE-SELBST auf Erden die solide Grundlage des männlichen Denkens sein. Dieses Denken ist der Beitrag der BEWUSSTEN-SELBST, zu dieser Suche nach Wissen. Aber es ist nicht völlig erkannt, dass ohne die höhere Fähigkeit des von der GEDANKENWELT empfangenen intuitiven Denkens, dieselbe Suche nach Wissen keine Schritte vorwärts machen kann.

     Es ist dringend, dass diese beiden verschiedenen Kanäle der Kommunikation mit der GEDANKENWELT, erkannt und geschätzt werden:

Diese Feststellung muss die Kraft und die Verwendung des intuitiven Denkens verstärken. Während der Abgabe des Berichts im Schlaf (das Zusammentreffen des logischen Denkens mit dem intuitiven Denken), können sich Gedanken übertragen zwischen zwei BEWUSSTEN-SELBST, deren SUPERBEWUSSTE-SELBST erwachsen sind, falls beide auf dieselbe Wellenlänge abgestimmt sind. Obwohl sie sich der Quelle nicht bewusst sind, werden sie sich nach dem Erwachen an die Idee erinnern, ohne dass die beiden Personen sich jemals auf der materiellen Ebene treffen.

     Es mag sein, dass es noch nicht Zeit ist, für eine weite und wissenschaftliche Anerkennung der enormen Möglichkeiten des intuitiven Denkens, als ein zweiter Kanal, der vom logischen Denken unabhängig ist. Vielleicht muss dieses weitläufige Wissensgebiet die Existenz einer künftigen östlichen Zivilisation abwarten. Denn im Osten wird das Denken, das seine Quelle ausserhalb den Grenzen der Logik hat, spottlos akzeptiert. Wenn es so sein sollte, ist es verständlich, dass es vorläufig ausser Acht gelassen wird.

     Ich weiss wenig über die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der spiritistischen Medien, wie es im allgemeinen verstanden wird. Ich habe eine persönliche Abneigung gegenüber dieser Form der Kontaktaufnahme, obwohl ich zugebe, dass es ein echter Zugang sein kann. Eine Umsetzung muss gezwungenermassen durch das Verständnis des Mediums gefärbt sein, aber das ist eine Beschränkung, die alle Benutzer der KUNST DES ERINNERNS gemeinsam haben. Die Tatsache, dass dieser Gebrauch manchmal von Missbrauch überschattet wurde, beweist nur wie menschlich dessen Herkunft ist. Die Schwierigkeit irgendeine Kraft zu finden, deren Gebrauch von persönlichem Einfluss frei ist und als eigenständiger Zugang zu Wissen gebraucht werden kann, sollte die Sympathie der Wissenschaftler gewinnen.

     Die wissenschaftlichen Entdeckungen sind ohnehin ungenügend, um die gesamte menschliche Entwicklung zu durchlaufen, da sie die Kluft zwischen Wissen und Leben nicht überbrücken. In diesem Jahrhundert gab es eine solche Woge von wissenschaftlichen Entdeckungen, dass deshalb andere Aspekte der Wahrheit aufgehalten worden sind. Jedoch bevor diese Welle des WEGES DER WAHRHEIT abschwellt, um entweder der SCHÖNHEIT oder dem DIENEN Platz zu machen, ist sicherlich ein dringender Bedarf einer REFLEXION von der EBENE DER ENTWICKLUNG DES SELBST vorhanden! Ich denke an eine Philosophie, die in ihrer Suche nach den endgültigen Werten der Prinzipien des menschlichen Denkens, unser gegenwärtiges Wissen über das Universum kombinieren und ein Anerkennen der GEDANKENWELT herbeiführen mag. Diese Anerkennung ist wesentlich, falls ein gesellschaftliches Verhaltenssystem, das in der gegenwärtigen Zeit annehmbar ist, gefunden werden soll. Die Frage ist: Muss unsere gegenwärtige Zivilisation in Chaos untergehen, bevor es gefunden wird?


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Kapitel 10

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