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Die Lehre Lehre, Inhalt: Die Überbringerin Einführung, Teil 1 Teil 2 Teil 3 Zusammenfassung, Kapitel 1 Kapitel 2 Kapitel 3 Kapitel 4 Kapitel 5 Kapitel 6 Kapitel 7 Kapitel 8 Kapitel 9 Kapitel 10 Ergänzung, Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Schlussfolgerung


E I N F Ü H R U N G

VON  DER  PERSON,   GENANNT

'DER  SEHENDE' (1)

V O R W O R T

Mein Beitrag zu dieser LEHRE ist in drei Teile aufgeteilt.


T E I L   1

DER  KREIS

Eine kleine Gruppe von Freunden, die an Parapsychologie interessiert waren, gründete zu Beginn der dreissiger Jahre einen privaten Kreis, mit dem Ziel mediale Fähigkeiten im einen oder anderen ihrer Mitglieder zu entwickeln. Sie ermassen es als vorsichtig einen Mediziner in ihrem Kreis zu haben und luden meinen Vater ein, um ihnen beizutreten. Das war der Beginn von allem.

     Kath, die ein Gruppenmitglied war, stellte sich als erste zur Verfügung, um herauszufinden, ob sie übernatürliche Fähigkeiten habe.

     Ich war nie ein Mitglied dieses ersten Kreises. Zu jener Zeit war ich von Zuhause fort und kehrte erst gute 18 Monate nach dessen Beginn zurück. Mein Beruf liess mir, im Verlaufe des gesamten Ablaufes dieser Arbeit, sehr wenig Zeit zu Hause zu verbringen. Das waren während fünfundzwanzig Jahren zusammengezählt nur einige wenige Monate, so dass meine eigene Anwesenheit sehr selten und sporadisch war. Trotzdem habe ich in dieser Arbeit, eine kleine Rolle gespielt und wurde über alles was in meiner Abwesenheit vor sich ging, informiert. Das geschah vor allem durch meinen Vater, 'der Doktor' (2) und Kath, aber auch durch andere Kreismitglieder, die mir von Zeit zu Zeit schrieben. Das meiste das nun folgt, ist deshalb aus zweiter Hand, und vieles davon sind meine Erinnerungen aus den mannigfaltigen Briefen, die mein Vater mir schrieb.

     Ich denke, dass wir in unserer Vater-Sohn Beziehung ungewöhnlich eng verbunden waren. Wir hatten oft den gleichen Geschmack, generell eine ähnliche Lebensanschauung und eine hinterfragende Einstellung. Zudem behandelte er mich als ebenbürtig. Gegen das Ende meiner Schultage begann er sich an parapsychologischer Forschung zu interessieren. Er las alle erhältliche Literatur auf diesem Gebiet, und kam zum Schluss, dass hier etwas von grossem Interesse und persönlicher Wichtigkeit lag, das jedoch zu jener Zeit durch starke und unvernünftige Vorurteile gehemmt und überdeckt war. Dazumal jedoch besprach er dies nicht mit mir, aber erlaubte mir alle Bücher zu lesen, die er selbst studiert hatte. Jetzt, nach so langer Zeit, finde ich es ein wenig erstaunlich, dass ich die Proceedings Society for Psychical Research, Myers: Survival of Human Personality, James: Varieties of Religious Experience, Stainton Moses, H.D. Bradley und viele ähnliche Studien mit Interesse gelesen habe. Ich sog sie auf, wie ein nasser Schwamm, und das gewonnene Wissen war wegbereitend für das Kommende.

     Nachdem ich im Jahre 1927 mein Zuhause verliess, organisierte mein Vater Sitzungen mit beruflichen Medien und war anwesend bei der Demonstration von verschiedenen Phänomenen, einschliesslich Materialisation und direkte Sprache. In seinen Briefen berichtete er mir darüber, und es war klar, dass er von der Echtheit der meisten der miterlebten Phänomene überzeugt war. Es gab eine oder zwei Gelegenheiten, bei welchen Betrug vermutet wurde, aber diese waren nicht von genügendem Gewicht, um Zweifel an der gesamten Serie von Manifestationen hervorzurufen. Er war befriedigt mit der gewonnen Bestätigung, dass die Persönlichkeit auf irgendeine Art den körperlichen Tod überlebt, und dass Kommunikation mit den Toten, unter gewissen begrenzten Bedingungen, möglich ist. Er war ein intelligenter und gelehrter Mann mit einem forschenden Verstand, und er wollte mehr herausfinden als das bereits Bekannte.


DER  ERSTE  KREIS

Das war die Ausgangslage als mein Vater die Einladung annahm, diesem privaten Kreis beizutreten. Aus dem, zu ungefähr jener Zeit publizierten Buch, genannt The Psychic Adventures of a Business Man, entnahm er einige der Untersuchungsmöglichkeiten für private Kreise und war interessiert einen ähnlichen Versuch zu unternehmen. Kath war bereits eine Freundin, und alle anderen Mitglieder waren ihm wohl bekannt.

     Die Kreismitglieder trafen sich einmal pro Woche, jeweils an einem Freitagabend. Sie sassen in einem verdunkelten Raum und hörten sich Schallplatten an, während Kath versuchte 'sich gehenzulassen'. Sie erreichte ziemlich schnell einen Zustand der Trance. Zuerst bewegte sie ihre Glieder etwas ruckartig, aber dann beruhigte sie sich bald und fiel in einen ruhigen und unbeweglichen Trancezustand.

     Der Trancezustand war physikalisch völlig offensichtlich. Ich habe nicht genügend Erfahrung, um zu wissen ob es typisch ist. Wie der Doktor mir mitteilte, fiel ihre Temperatur, ihr Puls und ihr Atmen auf ein alarmierendes Mass; sie zeigte abnormale Steifheit in ihren Armen, welche sie vor sich ausstreckte. Ihre Hände waren ausgestreckt mit den Flächen nach oben, beinahe wie in einer Haltung der Anflehung. Später lernten wir die Haltung ihrer Arme und Hände als Zeichen von Kathes 'Abwesenheit' zu deuten.

     Wenn Kath den bewegungslosen Trancezustand erreicht hatte, begann sie zu sprechen. Der Kreis realisierte sofort, dass es tatsächlich Kath selbst und nicht ein anderes Wesen war, das sprach. Sie sprach nicht zum Kreis, sondern kommunizierte mit anderen Wesen in einer anderen Dimension. Es war nicht möglich zu hören, was zu ihr gesagt wurde, aber der Kreis konnte erahnen was vor sich ging, ähnlich wie beim Abhören eines Telefongespräches. Es unterschied sich insofern von einem Telefongespräch, als Kath sich in der Gegenwart ihrer Gesprächspartner befand. Sie war 'weggegangen' auf die 'andere Seite' und war vorübergehend in der GEDANKENWELT, ausserhalb der uns bekannten materiellen Beschränkungen von Zeit und Raum.

     Es dauerte nicht lange bevor es dem Doktor klar wurde, dass sie mit einer Gruppe von fortgeschrittenen Wesen mit hohem Intelligenzgrad in Kontakt war. Es kam uns vor, als ob 'Sie' Kath für einen Zweck trainieren und ausbilden wollten, der uns noch nicht bekannt war.

      Eine Übung war zum Beispiel, dass ihr in der GEDANKENWELT ein 'Bild' gezeigt wurde, welches sie in Worte übersetzen musste. Sie fing an zu sagen: "Ich will es versuchen. Halte es so Sanchuniathon." und begann dann zu sprechen. Von Zeit zu Zeit verlangte Kath bei ihrer Rückkehr ihren Bleistift und begann in einer Handschrift zu schreiben, die deutlich verschieden war von ihrer eigenen Handschrift. Das waren meistens kurze Instruktionen an den Kreis, unterzeichnet von Kophra, Azvard oder Sanchuniathon (3). Es war normalerweise Sanchuniathon, mit welchem sie auf der 'anderen Seite' sprach.


DER  ZWEITE  KREIS

Nach ungefähr einem Jahr löste sich der erste Kreis auf. Diejenigen Mitglieder die hauptsächlich für dessen Gründung verantwortlich waren und einige ihrer Freunde kamen zum Schluss, dass sie sich in eine Richtung bewegten, die sie nicht einschlagen wollten. Sie hegten wahrscheinlich Hoffnung, eine eher orthodoxe Form von Medialität zu entwickeln, um Kontakt mit letzthin Verstorbenen aufzunehmen. Sie verloren das Interesse, als es offensichtlich wurde, dass dies nicht das Ziel von Kathes Ausbildung war. Der Doktor und ein oder zwei andere Mitglieder vertraten die gegensätzliche Ansicht. Ein Kontakt wurde hergestellt mit Wesen von einem sehr hohen Rang, der wahrscheinlich alles übersteigt, was jemals in Berichten publiziert wurde. Es war höchst unwahrscheinlich, das 'Sie' an uns interessiert waren und mit uns durch diese Schwierigkeiten gingen, ohne dass 'Sie' einen wichtigen Grund hatten. Es war nicht klar, was dieser Grund war und er (der Doktor) hatte genügend Respekt vor 'Ihnen' und Vertrauen in 'Sie', um fortzufahren und zu sehen in welche Richtung 'Sie' den Kreis führen würden.

     Demzufolge übernahm der Doktor die Überbleibsel des Kreises und führte wie bis anhin die wöchentlichen Sitzungen weiter. Er war zu tiefst interessiert an den Fragen des 'warum' und des 'wozu' des Universums, und ich denke er realisierte, dass der Kreis sich einer neuen Wissensquelle näherte. Trotzdem hat sich sein nüchtern realistisches Denken nicht verändert. Er war ohne jegliche aussersinnlichen Fähigkeiten und war, teilweise auf Grund dieser Eigenschaft, für Kath ein sehr wichtiger Anker auf 'dieser Seite'.

     Die Anzahl der Mitglieder wuchs langsam zu einem Duzend oder mehr, innerhalb unserer eigenen Familien und Freunden, einschliesslich einem grossen Anteil von jüngeren Teilnehmern. Kurz nachdem sich der zweite Kreis bildete, kehrte ich für das erste Mal seit meinem Schulabschluss nach Hause zurück. Dies gab mir meine erste Gelegenheit eine Sitzung mitzuerleben, was ich äusserst gerne tat. Ich war gut vorbereitet durch die Briefe meines Vaters und wusste was zu erwarten war, ausser dass ich Kath vorher noch nicht persönlich kannte. Ich merkte, dass wir gut auskamen, und dass sie froh war um meine Anwesenheit, während sie 'weg ging'.

     Mein Kreisname wurde mir auf die folgende Art bereits vor meinem Beitreten gegeben. Kath fand manchmal, dass der Doktor, unmittelbar nach ihrer 'Rückkunft' von der 'anderen Seite', nicht genügend Verständnis zeigte und sich speziell unfreundlich verhielt während dieser, für sie sehr empfindlichen Periode. Sie wurde auf der 'anderen Seite' von meiner Ankunft und meiner Teilnahme im Kreis gewarnt. Sie protestierte dagegen. Sie wollte keinen anderen Mann im Kreis haben. 'Sie' sagten ihr: "Aber dieser Mann ist anders. Er ist ein Sehender." So wurde ich 'der Sehende'. Ich behaupte nicht, danach gelebt zu haben.


DIE  SITZUNGEN

Die Sitzungen wurden so regelmässig wie möglich, einmal pro Woche abgehalten. Kath war nicht erlaubt ohne die Gegenwart des Doktors 'wegzugehen'. Diese Regel wurde erst nach vielen Jahren gelockert, und dann nur zu meinen Gunsten. Er oder ich waren nötig, entweder um ihre Sicherheit zu garantieren oder sie zurückzubringen.

     Wir sassen in Polsterstühlen in einem verdunkelten Raum. Wenn wir ein Feuer brennen hatten, vermieden wir dessen Licht auf das Gesicht von Kath fallen zu lassen, damit sie nicht gestört wurde. Immer brannte eine verdunkelte Lampe, die dem Protokollführer genügend Licht gab. Kath sass immer neben dem Doktor, und falls ich anwesend war, zwischen ihm und mir.

     Der Kreis wurde immer durch ein kurzes Gebet eröffnet. Das gebräuchlichste war: "Vater unser, wir bitten für unseren Kreis; behüte jene, die hier mit uns und jene, die abwesend sind. Hilf uns, dass wir in unseren Herzen fühlen, was wir mit unserem Verstand wissen, dass Liebe Dein einzig und alleiniges Gesetz ist, so dass sich unsere Liebe für Dich und für einander vertieft und verstärkt. Beschütze uns und halte uns fern von allen Anschlägen des Bösen und schenke uns die Kraft, diese zu überwinden. Segne und behüte alle, die uns nahe stehen und uns lieb sind, wo immer sie auch sind und stütze sie, dass sie ihren Lebensplan erfüllen mögen und Dir somit näher stehen. Vater, wir, Deine suchenden Kinder, bitten für die Erkenntnis, dass wir sehend werden und wir unseren Lebensplan, entlang dem Pfad von Azrael und Arrantees nicht verlassen, so dass in uns und denjenigen, die wir lieben, zu guter Letzt der Friede, der das menschliche Verständnis übersteigt, für immer Einzug findet."

Dann wurde die Schallplatte abgespielt, welche Kath half 'wegzugehen'. Das meist verwendete Musikstück war die Andante Partie in Bachs Doppelkonzert für zwei Violinen. Weitere Stücke waren manchmal: Es ist vollbracht aus der Johannes Passion von Bach oder Teile des Bruch Konzertes für Violine, oder ein Teil eines Vivaldi Konzertes. Kath schloss ihre Augen und lehnte sich zurück, gut eingewickelt in eine Decke, da sie sich, unabhängig von der Raumtemperatur, stark abkühlte. Wir beobachteten sie im gedämpften Licht, bis die ausgestreckten Arme und nach oben gedrehten Handflächen uns ihre 'Abwesenheit' mitteilten. Dann stellten wir die Musik ab. Dies brauchte meistens zwei Seiten einer Schallplatte. Manchmal vermuteten wir, dass sie wartete bis ihre bevorzugten Passagen vorbei waren, bevor sie uns verliess.

     Wir warteten in Stille bis sie zu sprechen begann, was manchmal bis zu zwanzig Minuten dauerte. Die Stimmung war so, dass diese Wartezeit wider erwarten nicht langweilig war. Dann begrüsste sie normalerweise Sanchuniathon und begann das einseitige Telefongespräch. Dieses war oft interessant. Mit der Zeit lernten wir das Thema der Diskussion mit Sicherheit zu erraten. Es war für uns nicht möglich alles zu hören was sie sagte, aber um ein Schwinden unserer Aufmerksamkeit zu vermeiden, durften wir diejenigen Teile mitanhören, die für uns passend waren. Auch wurde uns dadurch ermöglicht Fragen über jene Aspekte zu stellen, von denen 'Sie' wünschten, dass Kath diese nach ihrer Rückkehr wieder in ihr Bewusstsein rufen kann.

     Nach dem Stadium des einseitigen Telefongesprächs kam oft eine Pause, gefolgt von einer kurzen Anrede. Diese begann meistens: "Ich bin Azvard und ich komme um euch zu sagen........" und endete: "Möge der Friede, der das menschliche Verständnis übersteigt, zu allen Zeiten mit euch sein."

     Azvards Verhalten und Sprache waren immer klar feststellbar. Die Stimme war weich und gleichmässig und viel weniger holprig als diejenige von Kath. Es gab kein Zögern oder Suchen nach Worten. Sie sprach wunderbar klar und durchdringend und drückte sich mit einem Minimum an Worten völlig verständlich aus.

Öfters war es ein kurzes Teilstück der LEHRE oder die Antwort auf eine Frage, die einer von uns in Kathes Denken gesetzt hat.

     Dann nach einer Pause rief Kath "Azrael" und kehrte langsam und widerwillig zu uns zurück. Das war immer eine schlimme Zeit für sie. Obwohl sie wenig Erinnerungsvermögen über ihren vorherigen Aufenthaltsort hatte, hasste sie es 'zurückzukommen'. Aber der Eindruck über ihren Aufenthaltsort, der viel begehrter als unser materieller 'Schweinestall' sein musste, blieb mit ihr.

     Dazumal und während vielen folgenden Jahren, glaubten wir, dass Azvard und Kophra, die beiden einzigen Wesen, die durch Kath zu uns sprachen, separate Wesen seien, und dass wir das gut bekannte Phänomen der Sprechkontrolle in Trance und gewöhnliches automatisches Schreiben erlebten. Seither hat Kath neues, momentan einzigartiges Wissen erhalten, welches uns einen äusserst wichtigen Unterschied zeigt. Sie wurde auf keine Art und Weise von einem anderen Wesen kontrolliert. Azvard und Kophra stammen vom selben Wesen ab, und beide sind je ein Anteil der dreifältigen Persönlichkeit, innerhalb welcher Kath der Vertreter in unserer materiellen Welt ist. Wir haben gelernt, den Anteil genannt Azvard als EWIGES-SELBST von Kath zu benennen, und Kath ist der Teil des Trios, den die LEHRE BEWUSSTES-SELBST nennt.

     Später lernten wir, dass Kophra oder das KIND, das dritte Element von Kathes dreifältiger Persönlichkeit ist. Dieser Teil, bezeichnet als SUPERBEWUSSTES-SELBST, ist das Zwischenglied zwischen dem EWIGEN-SELBST und dem BEWUSSTEN-SELBST. Wir entdeckten, dass am Ende der Trance, nachdem Kath Azrael anrief und auf dem Stuhl nach vorne lehnte, uns das, was wir das KIND nannten für eine Weile zur Verfügung stand, bevor Kath endgültig zu uns zurück kam. Es war unmöglich die verschiedenartigen Persönlichkeiten von Kath und dem KIND zu verwechseln. Wir lernten das KIND gut kennen, und wir mochten sie sehr. Ganz nebenbei, der von der 'andren Seite' gegebene Name nahm, entsprechend unserer Ansicht, in keiner Weise Bezug auf irgendwelche unreifen Eigenschaften.

     Innerhalb des Kreises fühlten wir tiefen Respekt gegenüber Azvard und Sanchuniathon, aber ich denke es ist wahr zu sagen, dass 'sie' keine Verbundenheit anregten. 'Sie' schienen von uns weit entfernt, und wir hatten oft das Gefühl, sie hätten kein Verständnis von unseren weltlichen Beschränkungen und Schwierigkeiten. Wir hörten respektvoll zu, wir diskutierten die LEHRE, wir versuchten 'ihre' Anweisungen auszuführen und 'ihren' Ratschlägen zu folgen. Wir konnten keine direkten Gespräche mit 'ihnen' führen. Falls wir Fragen hatten, teilten wir diese Kath mit und baten sie, diese mit sich zu nehmen, wenn sie das nächste Mal 'weg ging'. Fragen waren erwünscht, da sie den Prozess anregten, der das Ausarbeiten der LEHRE ermöglichte. Oft wurde uns jedoch mitgeteilt, dass die Frage 'nicht beantwortet werden könne, da sie ausserhalb des Bereiches der LEHRE sei'.

     Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass wir uns vor jenen, die diese Arbeit auf der 'anderen Seite' führten, fürchteten oder 'sie' nicht mochten. Da 'sie' weit von uns entfernt und hoch über unserem Entwicklungsstand waren, hatten wir 'ihnen' gegenüber eher Gefühle des Respekts und der Hochachtung als der Zuneigung.

     Das KIND war völlig anders. Wenn sie anwesend war, sassen wir herum und schwatzten vergnügt mit ihr, als ob ein lieber Freund uns besucht hätte. Sie war charmant, amüsant und schlagfertig. Sie war uns viel näher, so dass sie beinahe zu uns gehörte, obwohl ihr Erfahrungshorizont und ihr Bewusstsein unermesslich fortgeschrittener waren, als unsere. Wir mochten sie ausserordentlich gut leiden und freuten uns auf ihr Erscheinen. Wir alle fühlten ihre Abwesenheit, falls es ihr während gelegentlichen Perioden nicht möglich war, zu uns durch zu durchzukommen. Nie begann sie von sich aus ein neues Thema der LEHRE, und nie gab sie uns direkte Ratschläge oder Anweisungen. Sie diente jedoch dem wichtigen Zweck, uns in unserem beschränkten Verständnis schwierige Teile zu erklären und Material, das wir von anderen erhielten, näher zu erläutern und auszulegen. Sie musste sich sehr hüten, uns keine unerlaubten Informationen zu geben. Die Regeln, unter welchen Kath zu arbeiten hatte, um das, in der LEHRE enthaltene Wissen, zu erhalten und zu uns zurück zu bringen, waren streng und unumstösslich, und das KIND musste aufpassen, dass sie uns keine Informationen weitergab, die Kath nicht bereits vorher in ihrem BEWUSSTEN-SELBST gewonnen hatte.

     Ich muss meine oben erwähnte Aussage, dass wir keinen direkten Kontakt mit den anderen, Azvard und Sanchuniathon hatten, leicht berichtigen. In einem viel späteren Stadium gab es zwei Gelegenheiten, bei welchen mir ein Interview mit Azvard, ohne die Gegenwart anderer, erlaubt wurde. Das war eine interessante und demütigende Erfahrung.

     Nachdem Kath wohlbehütet bei uns zurück war, und nach Abschluss der Diskussionen für den Abend, wurde der Kreis mit einem Gebet geschlossen. Das verwendete Gebet war: "Vater unser, sende in unsere Herzen und in die Herzen aller Menschen überall, den Geist unseres Herrn, Jesus Christus."  


AZRAEL

Azrael ist einer der jüdischen Erzengel, der Engel des Todes. In den Anfangstagen des Kreises, wenn Kath 'wegging', hörten wir sie von jemandem sprechen oder ein Wesen ansprechen, das Azrael genannt wurde. Wenn sie 'weg ging' grüsste und sprach sie normalerweise zuerst mit Sanchuniathon und fragte nachher: "Darf ich nun hinaufgehen, Sanchuniathon?" Falls sie die Erlaubnis erhielt, hörten wir sie mit Azrael sprechen, und es war aus der Umgangsweise mit ihm klar, dass sie mit jemandem war, den sie liebte und verehrte. Wir hatten keine Ahnung von der möglichen Identität von Azrael. Kath sage einmal: "Azrael ist nicht nur der Todesengel, sondern der Engel des Lebens nach dem Tod." Daraufhin stellte der Doktor ihr die Frage: "Wo steht Christus in dieser GEDANKENWELT, über die wir zu lernen beginnen?" Kath nahm diese Frage mit auf die 'andere Seite' und stellte sie Azrael. Azrael fragte: "Wer ist es, der das wissen will?" Kath antwortete: "Er will." und keine Antwort wurde gegeben. Später stellte sie Azrael nochmals dieselbe Frage. Diesmal beantwortete sie die gleiche Frage Azraels mit: "Er will,.... und ich auch."

     Wiederum erhielt sie keine Antwort, aber dieses Mal schaute sie Azrael an, und die Erleuchtung durchströmte sie, und sie wurde sich bewusst, dass Christus und Azrael, der Herrscher der GEDANKENWELT, ein und dasselbe Wesen sind. Da sie dieses Wissen aus eigenem Antrieb suchte und fand, machte sie einen wichtigen Schritt vorwärts in ihrem Weiterkommen. Aber sie ging nicht mehr 'hinauf' um Ihn auf der 'anderen Seite' zu treffen. Statt dessen erhielt sie die Aufgabe, Ihn in den Herzen der Menschen zu suchen.


SANCHUNIATHON

Sanchuniathon war der erste Name, der einem der Kontaktwesen auf der 'anderen Seite' gegeben wurde. Er war eindeutig von Anfang an Kathes Führer und Lehrer. Sie hatte grosse Zuneigung zu ihm. Es wurde angenommen, dass die ersten Bruchstücke der LEHRE, 'Botschaften von Sanchuniathon' waren.

     Der Kreis sprach zu Beginn von ihm unehrerbietig als 'Sanatogen'. Als der Name in geschriebener Form erschien, schaute ihn jemand in einem Lexikon nach und fand, dass es einen ehemaligen Phönizier mit diesem Namen gab. Das Wissen über dessen Existenz wurde uns einzig durch die Erwähnung in der Niederschrift eines lateinischen Autors überliefert. Der Sanchuniathon, den wir kennen, ist in Wirklichkeit ein EWIGES-SELBST, das nie auf Erden gelebt hat. Wir erfuhren, dass das BEWUSSTE-SELBST dieses EWIGEN-SELBST, einmal ein Leben gelebt hat als Phönizier mit diesem Namen. Wir wissen nicht, ob er wirklich der Sanchuniathon war, dessen fragmentiertes Dokument überlebte. Wir haben nie gefragt, da solche Fragen für die Arbeit unwichtig und nicht wünschenswert waren.

     Wir erfuhren auch, dass Kophra der Name einer jungen Phönizierin war. Sie war Kath, ihr eigenes BEWUSSTES-SELBST in einem früheren Leben. Die Leben von Sanchuniathon und Kophra waren speziell wichtig für beide, und sehr wahrscheinlich war das der Grund, weshalb wir von Anfang an das EWIGE-SELBST des Phöniziers als Sanchuniathon, und das SUPERBEWUSSTE-SELBST der Phönizierin als Kophra kennenlernten.


AZVARD

Azvard ist der Name eines Mädchens oder einer Frau aus alter Zeit, die wie Kophra, eines der Leben von Kathes BEWUSSTEM-SELBST gelebt hat. Wir wissen nichts oder wenig von diesem Leben. Der Name wurde als passende Bezeichnung für Kathes EWIGES-SELBST gewählt.


DER  VERLAUF  DER  LEHRE 

Ich habe die LEHRE bis anhin schon öfters erwähnt. Einigen von uns war es von Anfang an klar, dass die, uns in ihre Hände nehmenden Unbekannten die Absicht hatten, einen Kanal zur Übermittlung von Wissen zu öffnen. Zu jener Zeit hatten wir keine Ahnung welche Form das Ganze annehmen würde oder über den Zweck und die Methode.

     Das Vorgehen war langsam, und die Lehre kam nur Stück um Stück, über eine Zeitspanne von vielen Jahren durch. Nichts wurde geschenkt. Jedes Stück Wissen musste von Kath erforscht, erinnert und zu uns zurück gebracht werden. Wir, der Kreis als Gesamtes, waren nicht die passiven Empfänger einer neuen Lebensphilosophie. Natürlich hatte Kath das schwerste Gewicht zu tragen, und der Rest des Kreises diente nur dazu, ihr zu helfen und sie zu unterstützen. Wenn sie keine eigenen Fragen zu beantworten hatte, nahm sie unsere, und es wurde ihr gezeigt, wo und wie sie die Antworten finden konnte. Nachdem sie die Antworten in der GEDANKENWELT gelernt hatte, konnten uns diese durch Azvard mitgeteilt werden. Der Doktor, dank seinem tiefen Interesse und intensiv suchenden Sinn, war die hauptsächlichste Anregung auf dieser Suche, und seine langen Diskussionen mit Kath und dem Kreis, halfen uns sehr, nicht vom Weg des Fortschritts abzuweichen.

     Wahrscheinlich ist es fair zu sagen, dass wir blindlings am Suchen waren, und jeder Teil, der von Kath gefunden und zu uns gebracht wurde, war ein Einzelstück und offensichtlich nicht verbunden mit dem Gesamten. Demzufolge war es unmöglich, ein logisches und ordentliches Präsentationssystem anzuwenden. Wir erhielten eine Handvoll von kleinen, zusammenhangslosen Bruchstücken. Mit der Zeit vermehrte sich unser Vorrat von kleinen individuellen Wissensstücklein, und es war faszinierend und interessant, herauszufinden wie ein Teil nach dem anderen zusammenpasste und somit ein sinnvolles und klares Bild entstand, wie beim Vervollständigen eines Zusammensetzspiels.


WORTWAHL  UND  NAMENGEBUNG

Eine der grössten Schwierigkeiten, die Kath zu bewältigen hatte, war die Übertragung des, durch die Kunst des Erinnerns angeeigneten Wissens in Worte. Es gibt keine Worte für Angelegenheiten, die ausserhalb des menschlichen Erlebnisbereichs liegen. Wozu auch? Wir brauchen nicht von Zustand, Konditionen, Dimensionen und Wesen zu sprechen, von welchen wir keine Kenntnis haben und die, in Tat und Wahrheit für uns unvorstellbar sind. Diese Last der Worte war eine der schwersten Bürden, die Kath zu tragen hatte und eine, die sie über alles hasste. Das Bild, das sie durch das unpässliche Medium der Worte darzustellen hatte, erschien ihr als eine unwürdige Parodie oder Karikatur des Gedankens, den sie zu beschreiben wünschte.

     In ihrem Protest sagte sie:

"Warum muss ich mit Worten jonglieren
Sie verschmutzen den klaren Teich der Gedanken
Verdrehend, vermeidend die Wahrheit
Und bringen die Sicht ins Wanken----

Diese dazugehörige Schwierigkeit kann auf zwei Arten angegangen werden. Entweder durch die Erfindung neuer Worte oder durch die Wahl eines, oder Kombination mehrerer, am nächsten liegenden, bereits bekannter Worte. Kath wählte die zweite Möglichkeit, die viele Vorteile hat. Der unvermeidliche Nachteil ist jedoch, dass bekannte Worte oder Wortverbindungen eine ungebräuchliche Bedeutung haben können. Es tönt manchmal wie eine neue Sprache, die mit Zeit und viel Geduld gelernt werden muss. Zudem kann ein Wort, das dem einen passt und gefällt, beim anderen den gegensätzlichen Eindruck erwecken und so ein schweres Hindernis in dessen Verständnis aufbauen.

     Die Namen sind ein weiteres mögliches Hindernis für die Forschungsarbeit unseres Kreises. Wir bemerkten von allem Anfang an, dass Kath unter keinen Umständen unsere gebräuchlichen Namen brauchte, wenn sie in ihrer 'Abwesenheit' über einen von uns sprach, und auch 'sie' verwendeten diese Kreisnamen ebenso in Wort oder Schrift. Diese sind eine Art Übernamen, die Kath in ihrer 'Abwesenheit' wählte und die an eine spezielle Charakteristik der Person erinnern oder Bezug nahmen mit einer Gegebenheit, in die der Beschriebene verwickelt war. Wir hatten 'die Mutter', 'der Wind', 'die Verbindung', 'der Bube', 'der Pinsel', 'der Schreiber', 'Peter Pan', 'das Bürstenmädchen', 'Sie die Lachen bringt' und so fort.

     Ich weiss, dass es für diese Benennungen zwei Gründe gab. Kath wies auf einen Aspekt von uns hin, der verschieden war von unserem normalen Namen. Und sehr wahrscheinlich, wenn man das Denken als Medium der Kommunikation anwendet, ist es leichter ein Ereignis oder eine Charakteristik als 'Etikette' für eine Person zu brauchen, anstelle des unbedeutenden Klanges unserer Namen.


DIE  GEDANKENWELT

Kath gab der ganzen Dimension oder Serie von Dimensionen, von denen wir wissen, dass sie unabhängig vom materiellen Universum bestehen, den Namen GEDANKENWELT. In der LEHRE hat sie deren Teile, deren Ebenen und deren Zweck zu beschreiben versucht.

     Die Zustände in der GEDANKENWELT zu beschreiben zu wollen, ist hoffnungslos. Hier auf Erden leben wir in einer materiellen Welt, gekleidet in einen materiellen Körper, und alle Materie ist begrenzt durch Zeit und Raum. Wir können uns mit unserem irdischen Verstand keine Vorstellung machen von einer Existenz ohne Zeit, Raum und Materie, die uns unbekannt ist. Ein Versuch lohnt sich nicht. Es gibt ebenso keine Antwort zur Frage: "Wo ist sie?" Ein Punkt in der GEDANKENWELT kann nicht bestimmt werden mit, von einem Punkt in unserem eigenen Universum ausgehenden Reverenzachsen, da sich die beiden nicht auf denselben Grundlagen aufbauen. Manchmal, wenn ich diesem Thema nachstudiere, finde ich es beruhigend mich daran zu erinnern, wie substanzlos unsere Materie in Tat und Wahrheit ist, obwohl es unseren Sinnen und unserer Erfahrung solid genug vorkommt. Ich erinnere mich, wie ich als Schulbube einen Vortrag von Lord Rutherford über die Atomtheorie besuchte. Er sagte, dass wenn man ein Atom auf die Grösse des benutzten Auditoriums vergrössern würde, man im Zentrum als Kern eine Kugel in der Grösse einer Murmel hätte, und dass eine unbestimmte Anzahl von Fliegen wie Elektronen, dieses Zentrum entlang den Wänden, umkreisen würde. Das ist alles, was an solider Materie in einem Atom enthalten ist. Der Rest ist offener Raum, nur von elektromagnetischen Feldern durchdrungen. Diese 'Leere der Materie' ist illustriert durch:

Es ist vielleicht nicht unlogisch, aber ich finde es einfacher, eine mögliche Koexistenz mit einer Welt oder Welten einer anderen Form oder 'Dimension' zu akzeptieren, wenn ich mir bewusst mache, wie wenig Platz wir mit all unseren verschiedenen Materialien eigentlich einnehmen.


VERGANGENE LEBEN

Es gab einen attraktiven Aspekt, den wir in unserem Kontakt mit 'ihnen' gerne viel weiter verfolgt hätten. Das waren die seltenen Schimmer über unsere vergangenen Leben, die wir zu sehen erlaubt waren, und ganz speziell in denjenigen, in welchen sich die Kreismitglieder auf Erden getroffen haben. Dies war gelegentlich erlaubt als eine Art Spielzeit, um die Kinder zu vergnügen, und sie erfüllte ihren Zweck, speziell für die jüngeren Kreismitglieder. Es war immer 'das KIND', das erlaubt war über diese Vorfälle zu berichten, welche natürlich innerhalb der Erkenntnis von Kath sein mussten. Normalerweise wurden diese Zwischenfälle gebraucht, um gewisse Punkte zu erläutern, oder um etwas zu erklären, das keinen bekannten Ursprung im momentanen Leben hatte, wie zum Beispiel eine starke Anziehung oder heftige Abneigung, die der eine oder andere von uns fühlte.

     Uns interessierte die normale Zeitdauer zwischen den Leben, falls es so etwas gab, aber wir kriegten nie eine Antwort darauf. Es war ausserhalb des 'Bereichs der Lehre'. Wahrscheinlich gibt es keinen 'Normintervall', aber es muss einen groben Mittelwert geben, der von Interesse wäre. In ähnlicher Weise wäre die 'durchschnittliche Anzahl' von Leben oder KAPITELN, in all unseren BÜCHERN eine interessante Angabe, die wir nicht erhalten haben. In einigen wenigen Fragmenten, die wir aus Büchern haben, erhielten wir als Beispiel eine ungefähre Periode von dreitausend Jahren zwischen WICHTIGEN KAPITELN und ein weiteres Beispiel von möglicherweise viertausend Jahren. Es hat drei WICHTIGE KAPITEL in jedem unserer BÜCHER, so dass wir daraus ersehen können, dass die Zeitspanne eines BUCHES lange ist. Wir können nicht erraten wieviele Leben in die paar tausend Jahre zwischen zwei WICHTIGE KAPITEL fallen. Ich denke auch nicht, dass das wichtig ist. Es ist blosse Neugier, aber ich möchte gerne wissen, grob geschätzt, wie oft und mit welchen Abständen wir in ein neues Leben zurückkommen. Dies hängt natürlich ab von der Zahl der Weltbevölkerung und der Lebenserwartung in den verschiedenen Epochen.


DAS  ALTER  DER  BEWUSSTEN-SELBST

Es wurde uns mitgeteilt, dass das 'Alter' des Menschengeschlechts sieben Jahre ist. Gemeint ist, dass wenn man die gesamte erwartete Entwicklung der Menschheit als Lebensspanne einer Person anschaut, haben wir jetzt den Fortschrittsstand erreicht, der demjenigen eines siebenjährigen Kindes entspricht.

     Natürlich bedeutet das nicht, dass die verbleibende Existenz des Planeten zehnmal den Jahren entspricht, seit dem er aus der Sonne geboren wurde. Es bedeutet nicht einmal, dass die Menschheit auf Erden zehnmal länger weiterbestehen wird, als die vergangene Zeitspanne seit der Transformation vom Affen-Tier zum Affen-Menschen. Es bedeutet lediglich, dass wir jetzt den Zustand der Entwicklung erreicht haben, der im Vergleich mit unserem Endzustand, dem eines siebenjährigen Kindes entspricht, verglichen mit einer reifen Person.

     Die Zahl der EWIGEN-SELBST, die an diesem Teil der Kreation teilnehmen, ist begrenzt, so dass die Zahl der BEWUSSTEN-SELBST, die Ihre Entwicklung auf der Erde durchleben, beschränkt und unveränderlich ist. Alle haben bereits ihr LEBENSBUCH angefangen. Sie begannen nicht alle zur selben Zeit, und nicht alle haben seit ihrem Start denselben Reifegrad erreicht. Deshalb gibt es jetzt alle 'Alter' von BEWUSSTEN-SELBST auf der Welt, von solchen, die ihr LEBENSBUCH gerade begonnen haben und in den ersten KAPITELN sind, bis zu jenen, die jetzt daran sind ihre BÜCHER zu vollenden. Wir wurden informiert, dass vor der Geburt von Jesus nur ein Mensch sein BUCH abgeschlossen hatte, und dass er das Leben von Jesus abwarten musste, bevor er in die nächste Existenzform eintreten konnte.

     Ich nenne die BEWUSSTEN-SELBST 'jung' und 'alt', obwohl es sich um einen Fortschrittszustand und nicht um eine Jahresangabe handelt. Es ist selbst nicht einmal ein Alter im Sinne der Anzahl Leben, die wir bereits durchgemacht haben, obwohl dieser Faktor in den meisten Fällen ein besseres Mass für den Fortschritt der meisten Individuen ist.

     Es ist interessant zu versuchen, bekannte Leute nach dem 'Alter' ihrer BEWUSSTEN-SELBST einzuordnen. Es wurde uns nicht mitgeteilt (4), nach welchen Eigenschaften und Qualitäten wir in älteren BEWUSSTEN-SELBST Ausschau halten sollen. Keine der 'familiären Eigenschaften' oder der genetischen Vererbung können Anzeichen für das Alter eines BEWUSSTEN-SELBST sein. Es scheint mir, dass Intelligenz und Intellekt sehr wahrscheinlich vererbt sind, wogegen Weisheit und Einfühlung, Zeichen eines älteren BEWUSSTEN-SELBST sind, die von diesem mit ins Leben gebracht werden. Ich glaube, das ältere BEWUSSTE-SELBST muss Toleranz, Gemütsruhe und Reife in der Lebensanschauung mit sich bringen, welche unverkennbar sind, trotz vererbten schlechten körperlichen Eigenschaften.

     Die Position, die ein BEWUSSTES-SELBST in der Rangordnung der Gesellschaft einnimmt, muss nicht vom 'Alter 'abhängig sein. Ein sehr 'altes' BEWUSSTES-SELBST mag ein Leben als primitiver Eingeborener verbringen. Aber es scheint mir eher wahrscheinlich zu sein, dass ein 'älteres' BEWUSSTES-SELBST die meisten Lektionen gelernt hat, die das Leben auf dieser Stufe bieten kann, und dass mit zunehmendem 'Alter' eine Rückkehr in ein primitives Leben seltener wird. Ein solches Leben dient eher dem Einfluss auf andere, als für den eigenen Fortschritt. Als Resultat dieser Annahme ist es wahrscheinlich, dass die fortgeschritteneren Rassen und älteren Zivilisationen einen höheren Anteil an 'alten' BEWUSSTEN-SELBST haben. Wir wurden informiert, dass die Verteilung unter den zivilisierten Rassen ziemlich gleichmässig ist. Aber der Anteil von 'alten' BEWUSSTEN-SELBST sei höher in der chinesischen (5) Rasse als in anderen, und dass der Anteil an 'jungen' BEWUSSTEN-SELBST in der deutschen Rasse auf ähnliche Weise höher ist.


DIE  WEITERE  GESCHICHTE  DES  KREISES

Die Geschichte der jahrelangen Arbeit unseres Kreises, mit allen Differenzen und Zwischenfällen, die diese Art von Forschung hervorbringt, wäre ein langer Roman. Extensive Protokolle, die beinahe jede abgehaltene Sitzung reportieren, sind präserviert. Einiges davon wird vielleicht eines Tages publiziert (6) werden.

     Es war mir möglich bei einigen wenigen Gelegenheiten während den Jahren 1932 bis 1942 und sporadisch zwischen 1947 und 1950 mitzumachen. Aus den verschiedensten Gründen gab es zeitweise längere Unterbrüche in der Kontinuität, aber von 1933 bis zum Tod des Doktors in 1947, gab es keine markanten Veränderungen, weder im Vorgehen, noch in der Zusammensetzung des Kreises, ausgenommen durch den Beitritt von Nachkommen oder der Art der Arbeit. Nach dem Tod des Doktors folgte ein Unterbruch, aber wir schafften es bis zu meiner Abreise Mitte 1950 weiterzumachen. Kath begann zu jener Zeit mit dem Schreiben der Zusammenfassung ('DIE LEHRE') und die Sitzungen hörten auf.

     Die ganze Zeit haben wir Publizität vermieden, wegen, ich nehme an, offensichtlichen Gründen. Es gibt so viele blinde Vorurteile gegen parapsychologische Aktivitäten, dass viele, normalerweise sensible und ausgeglichene Personen, alles was in diese Kategorie gehört, als Betrug, dämonisch oder 'gefährlich' verurteilen oder glauben, dass es zu Geistesgestörtheit führt. Wenn unsere Arbeit und Überzeugung an die Öffentlichkeit gedrungen wäre, wären wir höchst wahrscheinlich als gestört oder als erbärmliche, leichtgläubige Spinner beurteilt worden. So sind wir in aller Zurückgezogenheit unseres Weges gegangen. Enge Freunde und Mitglieder unserer Familien sind miteinbezogen worden und traten je nach Interesse dem Kreis bei. Ich stellte fest und es ist bemerkenswert, dass die grosse Mehrzahl derjenigen, die Interesse zeigten, das Phänomen anstandslos akzeptierten und eifrig die hauptsächlichen Botschaften der LEHRE aufnahmen, als ob sie ein tiefes Verlangen erfüllte.


ANMERKUNGEN:

(1) 'Der Sehende' ist der Übername eines Kreismitgliedes.           zurück zum Text

(2) 'Der Doktor' war der Übername eines Kreismitgliedes.           zurück zum Text

(3) Die Namen sind in Abbildung 4 erklärt.           zurück zum Text

(4) Genauere Information über dieses Thema kam später. Indikationen über den Charakter eines älteren BEWUSSTEN-SELBST sind in den Protokollen der LEHRE enthalten.           zurück zum Text

(5) Auf Grund einer Aussage, gemacht in der Sitzung vom 08/11/1942 wird angenommen, dass sehr wahrscheinlich Tibet anstelle von China gemeint ist.           zurück zum Text

(6) Diese Protokolle sind in elektronischer Form erhältlich. (Vorläufig erst in englischer Sprache, ISBN 0­9583519­6­1)           zurück zum Text


Die Lehre Lehre, Inhalt: Die Überbringerin Einführung, Teil 1 Teil 2 Teil 3 Zusammenfassung, Kapitel 1 Kapitel 2 Kapitel 3 Kapitel 4 Kapitel 5 Kapitel 6 Kapitel 7 Kapitel 8 Kapitel 9 Kapitel 10 Ergänzung, Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Schlussfolgerung


Die Überbringer...

Teil 2

Lehre, Inhalt


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